Immer wieder Montags: Dreierkette

IMG_20150914_113134Wie viele von euch ja wissen mache ich mit einigen anderen Kollegen die Berichterstattung für Blinde und Sehbehinderte bei Heimspielen des FSV Frankfurt. Aus diesem Grunde beschäftige ich mich auch im Vorfeld schon mit den taktischen Aspekten, auch der gegnerischen Mannschaft.

Was bei Braunschweig sicherlich am meisten verwundert ist das Spielen in der Verteidigung mit einer Dreierkette. Diese ist zu einem seltenen Phänomen in diesen Tagen geworden. Doch ich war bereits gewarnt, so wie vermutlich alle am Bornheimer Hang. Wer den KSC am Spieltag zuvor mit 6:0 nach Hause schickt, der muss was können.

Kommen wir aber zurück zur Dreierkette, bestehend aus Correia, Decarli und Baffo. Diese drei Kollegen haben sicherlich gemein, dass sie alle drei körperlich enorm präsent sind. Das macht es schwierig, selbst für den groß gebauten Schahin, da eine Lücke zu schaffen. Aber es war gut, dass er gespielt hat – Dedic oder Kapllani hätten sich in der Rolle des Mittelstürmers, der die Bälle festmachen und verteilen muss sicherlich deutlich schwerer getan.

Wenn durch die Mitte nichts geht, so spielt Bornheim, wie so oft, über die Außenbahnen. Aber auch dort tat man sich schwer, denn Reichel und Sauer rücken oft mit zurück, laufen sehr viel und schaffen so Überzahlsituationen, bei denen auch die Fähigkeiten von Pires oder Engels nicht ausreichen, um dann wirklich zwingend vor das Tor zu kommen.

So steht die Abwehr der Braunschweiger sehr gut. Wenn es wirklich druckvoll von Seiten der Bornheimer zuging, wurde aus einer Dreier- schnell eine Fünferkette, aus der Reichel und Sauer dann bei Ballbesitz auch ohne größere Bedenken wieder herausrücken konnten.

Die bezeichnende Szene des Spieles am 6. Spieltag war für mich die Torchance von Pires in der 10 Spielminute. Er schafft es einen Ball hinter der Dreierkette zu erhaschen und zumindest aufs Tor zu bringen, wenn auch nicht sonderlich gefährlich. Das war es dann aber auch. Leider konnten sich die Löwen aus Braunschweig im Verlaufe des Spieles auf die Bornheimer Angriffe einstellen, sodass auch eine spätere Unterzahl ihnen nur wenig ausmachte.

Für mich als Reporter an Spieltagen war im Vorfeld schon klar, dass der FSV sich mit seinen eher kleinen Offensivspielern (Halimi, Pires) schwer tun wird gegen drei fest installierte Innenverteidiger dieses Formates, die auch von dem guten Torwart Gikiewicz unterstützt werden, falls der Ball hinter sie fallen sollte.
Diese gut funktionierende Dreierkette war somit meines Erachtens der Hauptgrund der Niederlage des FSV Frankfurt an diesem 6. Spieltag. Gegen andere Mannschaften, wie beispielsweise Duisburg am kommenden Wochenende, wird man sich hoffentlich nicht so schwer tun.

So spielte der FSV:
Weis – Huber, Gugganig (76. Kapllani), Oumari, Epstein – Perdedaj, Konrad – Engels (70. Golley), Halimi, Pires (46. Haji Safi) – Schahin


In “Immer wieder Montags” schreibt Jörg – wenn er denn Zeit hat – kurz und bündig über ein bestimmtes Thema.

Franzi hat einen Spielbericht geschrieben, zu finden auf Hallo Frankfurt.

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